Die NATO-Minister sind diese Woche in Brüssel zusammengekommen, während die Spannungen nach einer Reihe russischer Provokationen in Osteuropa zunehmen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Ausbau der Abwehrmaßnahmen und die Sicherstellung, dass Moskaus Aggression nicht auf NATO-Gebiet übergreift. Der deutsche Staatsminister im Auswärtigen Amt Johann David Wadephul erklärte bei einem Besuch in Bukarest, das Bündnis bleibe fest entschlossen, jeden Zentimeter seines Territoriums zu schützen und die demokratischen Werte zu verteidigen, die es ausmachen.
Die Ostflanke sichern
Wadephul verwies auf einen Vorfall, bei dem rumänische und deutsche Kampfjets aufgestiegen waren, nachdem eine russische Drohne den rumänischen Luftraum verletzt hatte – ein klares Zeichen der NATO-Solidarität.
Er bekräftigte, dass jeder Souveränitätsbruch durch Russland mit einer gemeinsamen Antwort erwidert werde, und verwies dabei auf die kollektive Verteidigung in Ländern wie Rumänien, Polen und den baltischen Staaten. Deutschland beteiligt sich bereits zum vierten Mal mit Eurofighter-Jets an den Air-Policing-Einsätzen und spielt weiterhin eine führende Rolle beim Schutz der östlichen NATO-Flanke.
Mehr Unterstützung für die Ukraine
Während des Treffens in Brüssel forderte der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth weitere europäische Partner – darunter Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien – auf, sich an einem von den USA geführten Fonds zur Lieferung von Waffen an die Ukraine zu beteiligen. Außerdem treibt die NATO die Entwicklung von Anti-Drohnen-Systemen voran und verfeinert ihre Einsatzregeln, wobei sie Erkenntnisse aus den Gefechten in der Ukraine nutzt.
Gleichzeitig prüft die Europäische Union den Aufbau einer „Drohnenmauer“, um die Überwachung an ihren Außengrenzen zu verstärken. Wadephul erklärte, dass ein neues Sanktionspaket vorbereitet werde, um den Druck auf Moskau zu erhöhen, und bekräftigte, dass die Ukraine im Zentrum der europäischen Verteidigungsanstrengungen stehen müsse – erst recht vor einem weiteren harten Winter.
Demokratie verteidigen und Zusammenarbeit stärken
Wadephul warnte, Russlands hybride Kriegsführung – von Cyberangriffen über Umweltbedrohungen bis hin zu Desinformationskampagnen – solle Europa spalten und seine demokratischen Institutionen aushöhlen.
Er rief zu einer vertieften Zusammenarbeit in der Europäischen Union auf und stellte klar, dass Einigkeit in Verteidigung, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas stärkste Antwort sei. Während NATO und EU ihre Abwehrkräfte ausbauen, bekräftigen beide ihre Entschlossenheit, die Ukraine zu unterstützen und die demokratischen Werte zu schützen, die den Kreml nach wie vor frustrieren.

